| Ein Team, ein Fjord |
| Mittwoch, den 18. August 2010 um 21:59 Uhr | |||
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900 Kilometer mit dem Auto, 17 Stunden auf der Fähre, zwei Tage inklusive Hotelübernachtung. Das Thüringer Energie Team startet ab Freitag erstmals bei einer Rundfahrt in Norwegen. Für Festningsrittet, so heißt die dreitägige Etappenfahrt, nehmen der Sportliche Leiter Stephan Schreck und sechs Fahrer eine weite Anreise in Kauf. Hoch im Norden soll sich Marcel Kittel für die WM und die Anderen für die letzten Rennen der Saison wie die Deutsche Bergmeisterschaft in Schwung bringen. Dicke Sachen haben sie im Gepäck.
"Das ist wie ein kleines Abenteuer. Ich kenne die Rundfahrt auch nicht und war selbst als aktiver Radsportler nie in Norwegen unterwegs. Ich habe mir sogar Winterkleidung eingepackt, weil ich nicht weiß, was uns erwartet", sagt Stephan Schreck, der nicht hofft, auf Elche zu treffen. "Die sollen schön im Wald bleiben und uns nicht vor das Auto oder in das Feld rennen." Bullenfänger wurden jedenfalls nicht an den beiden Renndienstwagen und dem LKW montiert, mit denen die Mannschaft unterwegs ist. Aber warum quält sich das Team für eine dreitägige Rundfahrt überhaupt mit vier Tagen Hin- und Rückreise? "Das war die einzige Rundfahrt, die wir in Vorbereitung auf die Bergmeisterschaft und mit Hinblick auf WM für Marcel Kittel bekommen haben", erklärt Schreck. Bei Festningsrittet (Festning bedeutet übersetzt Festung) treffen neben Kittel Jakob Steigmiller, Bastian Bürgel, Mike Willam, Simon Nuber und Marcel Barth auf ein vor allem mit Niederländern und Skandinaviern gut besetztes Feld. Start der ersten Etappe von Kongsvinger nach Arvika über 140 Kilometer ist am Freitag 16 Uhr. "Wir frühstücken noch auf der Fähre, legen 9.30 Uhr an, haben dann noch 100 Kilometer bis zum Hotel, wo wir einchecken und dann fahren sich die Jungs noch ein wenig die Beine locker", sagt Schreck, "und dann ist Radrennen angesagt." Die zweite 197 Kilometer lange Etappe hat Start und Ziel in Kongsvinger. Am Schlusstag warten noch einmal 172 Kilometer von Thon Hotel Charlottenberg nach Kongsvinger auf die Fahrer. Fjorde, für die Norwegen bekannt sind, werden Schreck und seine Jungs allerdings nicht zu sehen bekommen. Die befinden sich genau auf der anderen Seite des Landes. Das wären dann noch ein paar Reisestunden mehr.
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