|
Neuzugänge Teil 5: Tassilo Fricke |
|
Mittwoch, den 30. März 2011 um 14:20 Uhr |
Endlich wieder richtig trainieren. Das Gefühl genießen, Form zu haben. Sich voll auf den Radsport konzentrieren. Tassilo Fricke sehnt das Ende der Abiturprüfungen herbei. "Ich traue mich gar nicht, die ganz großen Ziele für dieses Jahr zu formulieren. Erst einmal steht Formaufbau an. Ich musste schon auf ein Trainingslager auf Mallorca verzichten", sagt Fricke, der dann auch von Prien am Chiemsee nach Erfurt ziehen wird.
Doch schon jetzt fühlt er sich in Thüringen angekommen: "Die Mannschaft und die Bedingungen sind großartig, um sich als junger Sportler zu entwickeln." Und genau das will er, sich entwickeln und natürlich Profi werden. Denn trotz aller anfänglichen Zurückhaltung will Fricke in die ProTour. Das hat er auch auf der Internetseite des Thüringer Energie Teams angegeben. Würde sich dieser Traum erfüllen, wäre es ein rasanter Aufstieg. Der 19-Jährige hat erst in der Juniorenklasse mit dem Radsport angefangen. "Vorher habe ich Skilanglauf betrieben", erklärt Fricke die Entwicklung. Auch ein Sieg im Continental-Cup sei einmal herausgesprungen. An die Distanz könne er sich gar nicht mehr erinnern. Aber er war im Ausdauerbereich zu Hause und nicht auf den Sprintdistanzen.
"Im Sommer sind wir auch viel Rad gefahren. Nur an die Rennen musste ich mich erst einmal gewöhnen", sagt Fricke, der sich als zurückhaltend beschreibt. Und das "leider auch im Rennen. Da könnte ich hier und da schon mal aggressiver und mutiger fahren. Vor allem Sprintentscheidungen sind eher nichts für mich", benennt er (für einen Sportler durchaus wichtig) selbstkritisch seine Schwächen.
Wie Kersten Thiele wird Fricke nach den Abiturprüfungen nach Erfurt ziehen. Dort will der 1,78 Meter große und 66 Kilogramm leichte Athlet wieder voll angreifen, seine Qualitäten am Berg verbessern und neuen Mut fassen, seine Ziele für die Saison umzusetzen.
|