Kilometer sammeln auf Mallorca
Montag, den 12. Dezember 2011 um 23:43 Uhr
Das Thüringer Energie Team sammelt derzeit auf Mallorca die ersten langen Kilometer der neuen Saison. Nach intensiven Trainingseinheiten im Kraftraum und auf dem Laufband soll jetzt die Grundlagenausdauer verbessert werden. "Wir werden mit circa 1600 Kilometern in den Beinen kurz vor Weihnachten zurück nach Hause kommen. Obwohl der November sehr trocken und mild war, nutzen wir jetzt hier die Möglichkeit, ein bis zwei Stunden länger fahren zu können. Zu Hause haben die Jungs maximal vier Stunden im Sattel gesessen. Von den zusätzlichen Kilometern, die wir ab dem Moment absolvieren, in dem wir das Trainining in Thüringen beendet und das Rad in die Ecke gestellt haben, erhoffe ich mir gute Effekte", erklärt der Sportliche Leiter des Teams Jens Lang die Bedeutung des Trainingslagers.

Traditionell dient dieses auch zum Kennenlernen und, um teambildende Maßnahmen durchzuführen. Doch in diesem Jahr sind nur sieben Sportler mit auf der Insel. Jakob Steigmiller zum Beispiel macht nach seinen Bahn-Weltcup-Einsätzen eine Pause, einige der Neuzugänge sind noch in der Schule oder auf Lehrgang mit der Sportfördergruppe. Und auch Marcel Barth ist unterwegs.

Nach seinen Teilnahmen bei den Sechstagerennen in Gent und Zürich sowie der SixdayNight in Genf ist der Routinier im Thüringer Energie Team auf dem Weg nach Australien. Dort wird er am 17. Dezember mit Franco Marvulli an der australischen Madison-Meisterschaft teilnehmen, ab 27. Dezember bei der Rennserie Christmas Carnivals. "Es hat doch eine ganze Weile gedauert, ehe ich den Bahnrhythmus wieder verinnerlicht hatte. An den Bahntritt muss man sich erst einmal wieder gewöhnen. In Zürich und Genf lief es schon ganz gut. Deshalb bin ich nun optimistisch für meine Auftritte in Australien", sagt Barth, der aber auch Respekt vor seinen Konkurrenten hat. "Es haben sich gute Leute angekündigt. Die Australier sind mit ihren Nationalfahrern am Start, die Russen mit der ersten Reihe und einige andere Hochkaräter. Neben den warmen Temperaturen locken hier auch hohe Preisgelder", sagt Barth.