Negativpremiere bei Bundesliga
Sonntag, den 25. April 2010 um 22:10 Uhr
Mit verletztem Kapitän und in Minimalbesetzung hat das Thüringer Energie Team am Sonntag in Fürth/Cadolzburg eine Negativpremiere erlebt. Zum ersten Mal hat die Mannschaft, die zehn von elf Bundesliga-Austragungen gewinnen konnte, den letzten Platz in der Tages-Mannschaftswertung belegt. "Das gab es noch nie und ist für uns ein sehr ungewohntes Ergebnis", sagt Jens Lang, der das Team beim Bundesliga-Auftakt betreute.

"Leider musste Marcel Kittel bereits nach zehn Kilometern vom Rad steigen, weil die Sehnenreizung in seiner Kniekehle zu große Schmerzen bereitet hat", erklärt Lang, "ohne Kapitän ist es dann natürlich schwierig für den Rest, das Rennen allein zu bestreiten." Zumal dieser nur noch aus drei Fahrern bestand. Das Team reiste nur mit einem Quartett nach Bayern, weil der andere Teil der Mannschaft in der Bretagne am Start ist. Es lag also an Bastian Bürgel, Simon Nuber und Florian Harbig das Beste aus der Situation zu machen. Doch Florian Harbig erwischte einen schlechten Tag und konnte dem Tempo im Feld bereits zwei Runden vor Schluss nicht mehr folgen. "Das kann einem jungen Fahrer schon einmal passieren", sagt Jens Lang.

Eine Neuerung im Reglement machte das Dilemma aber perfekt. Seit diesem Jahr wird die Mannschaftswertung nicht mehr aus den Ergebnissen sondern der Fahrtzeit der ersten drei Fahrer eines jeden Teams berechnet. Florian Harbig als Dritter des Thüringer Energie Teams hatte im Ziel über vier Minuten Rückstand. Simon Nuber fuhr beim Sieg von David Hesselbarth (Team Heizomat) als 18. ins Ziel. Bastian Bürgel wurde 23. "Wenn man mit vier Fahrern an den Start geht, kann man nicht erwarten, auch die Bundesliga zu gewinnen. Das haben wir im Vorfeld gewusst. Das heute so viel Pech dabei war, gehört zum Sport dazu", sagt Lang.