| Thüringer Energie Team wird auf dem Heimkurs bewacht und gejagt |
| Dienstag, den 08. Juni 2010 um 18:38 Uhr | |||
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Wer ein Heimspiel hat, hofft auf einen Heimsieg. Natürlich gilt das auch für den Start des Thüringer Energie Teams beim ersten Meisterschaftsrennen auf dem vertrauten Hainleite-Kurs. Zumindest die Vorzeichen stehen gut.
Mit zwei Etappensiegen bei der hochkarätigen Tour de Bretagne und zwei Tagessiegen bei der Irland-Rundfahrt hat John Degenkolb jüngst für beste Empfehlungen gesorgt. Auch der dortige Etappensieg durch Maximilian May und die Spitzenplätze von Lucas Schädlich lassen einen selbst-bewussten Heimauftritt der Thüringer erhoffen. Auch Marcel Kittel hat mit einem Sieg beim Rundstreckenrennen in Breitenworbis seine schnellen Beine getestet. Die Favoritenrolle haben die Gastgeber kostenlos. Und damit natürlich auch die Rolle der Gejagten. Denn die Favoriten der anderen Continental-Teams (und auch mancher tagesstarke Außenseiter) werden die Thüringer nicht aus den Augen lassen und ihre Strategie auf einen Endkampf mit ihnen ausrichten. Trotzdem will Jörg Werner nichts von einem besonderen "Erwartungsdruck" wissen. "Wenn die Meisterschaften in Brandenburg oder in Freiburg wären", erklärt der Teamchef, "dann würden wir auch nicht hinfahren, um dort Zweiter oder Dritter werden zu wollen. Obwohl solche Medaillenplätze in Anbetracht der starken Konkurrenz schließlich auch aller Ehren wert sind". Die Konkurrenz ist stark. Die Schar der Mitfavoriten ist relativ groß. Deshalb seien hier nur einige hervorgehoben, die sich mit aktuell guten Leistungen in den Blickpunkt gerückt haben. Allen voran der Thüringer Nils Plötner (Team Heizomat) und die Fahrer aus dem Freiburger Revier, wie David Rösch (Team Atlas Personal), Felix Rinker (Team Heizomat), Patrick Bercz und Julian Kern (beide Seven Stones). Einen starken Eindruck hinterließ auch der Neuöttinger Kletterspezialist David Hesselbarth (Team Heizomat) bei seinem Sieg im Bundesligaauftaktrennen in Fürth, wo er (allerdings in Abwesenheit von Thüringens erster Garnitur) am Schlussanstieg zur Cadolzburg die Konkurrenz förmlich stehen ließ. Unter den Top Ten ragten dort Theo Reinhardt (3.) und Martin Gründer (9.) vom KED-Bianchi-Team hervor. Der inzwischen vom Brandenburger LKT-Team zu "Micky" Steins Spitzenteam nach Berlin gewechselte Gründer war übrigens bester Deutscher bei der Hainleite im Vorjahr. Dass er dabei Zehnter wurde, dürfte auch für ihn ein Motiv mehr sein, diesmal an der Spitze die "Hohle" hinaufzufahren. Schließlich war ihm damals am Schluss nur die ausländische Elite der U23-Fahrer im Wege gewesen.
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